Galerie Gorše

Die Galerie Gorše und das Vrbnik-Anwesen

Nach dem Tode des akademischen Bildhauers
Prof. France Gorše am 2. August 1986, ging die Galerie ins Eigentum des Slowenischen Kulturvereins „Kočna“ über. So wurde das alte Vrbnik-Haus zum Mittelpunkt der kulturellen Aktivitäten des KV Kočna. Im unteren, größeren Raum, findet der Musikunterricht statt, ebenso wie Chorproben, Sitzungen, manchmal auch kleinere musikalische Auftritte. Das Atelier, in welchem der Bildhauer Gorše künstlerisch tätig war, wurde vor Jahren renoviert, sodass es sich für kleinere Veranstaltungen (z.B. Ausstellungen, Nikolofeiern, verschiedene Kurse) bestens eignet. In den Garten des Vrbnik-Hauses stellte der Künstler Stelen mit Büsten von Kärntner Kulturschaffenden, die sich für das kulturelle Wachstum der Kärntner Slowenen und die Erhaltung der slowenischen Kultur eingesetzt haben, wie z. B. „der Vater der Kärntner Slowenen“ Andrej Einspieler, der Volksdichter Andrej Schuster (Šuster) Drabosnjak, die Dichterin Milka Hartmann, die Bischöfe Modestus und Anton Martin Slomšek, der Komponist Pavle Kernjak und nicht zuletzt – in Bronze – das Autoporträt des Künstlers.

Alle diese Büsten mussten wegen der beginnenden Erosion des Kunststeins, aus dem sie gemeißelt sind, bereits restauriert werden. Diese Arbeit verrichtete der Laibacher Restaurator Prof. France Golob mit seinem Assistenten. Die Kosten der Restaurierung übernahm die Republik Slowenien (Abteilung für Denkmalschutz und das Ethnographische Museum Ljubljana), der Kulturverein „Kočna“ hatte für die Kosten der Schutzdächer aus Kunststoff (Plexiglas) aufzukommen, mit deren Hilfe die Büsten gegen die Witterung geschützt werden.

Galerie Gorše ©ORF 2016

Eine Besonderheit stellt die Galerie dar, welche sich der Künstler Gorše in der alten Scheune des Vrbnik-Hauses eingerichtet hat. In diesem Raum sind Arbeiten des Bildhauers, welche in Suetschach entstanden und hier geblieben sind, ausgestellt. Bis kurz vor seinem Tod war Gorše künstlerisch tätig, am öftesten arbeitete er mit Ton. Nachdem die Skulpturen gebrannt waren, patinierte er sie, womit er ihnen den gewünschten Farbton gab. In der Galerie befinden sich auch einige Exponate in Bronze, Holz und in Walnussmasse (orešec). Die ständige Ausstellung der Galerie Gorše ist das Ziel vieler Besucher bzw. Gruppen aus Slowenien, aus dem Triestiner Küstenland, aus Görz/Gorica, aus den USA, Kanada, Argentinien – etwas weniger aus Österreich.

Für eine fachkundige Führung ist gesorgt. Informationen zu Führungen gibt es unter unter 04228/2066 (Fr. Inzko).

Viele Besucher sind Wallfahrer, die auch die Kirchen in Maria Elend, Maria Saal und in Suetschach besichtigen. Die Galerie wird auch für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt: für Konzerte, Musikauftritte von Schülern der Slowenischen Musikschule, für Vorträge und natürlich auch für die feierliche Eröffnung der Suetschacher Malerwoche. Wegen der guten Akustik und des einzigartigen Ambientes fühlen sich die Auftretenden immer sehr wohl. Deshalb will der Slowenische Kulturverein Kočna mit diesen Veranstaltungen in der Galerie weitermachen, und zwar in der Zeit, in der keine Heizung benötigt wird.

 

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